WM
Australiens Empörung nach Bos’ Foul löst Debatte aus
An einem glühend heißen WM-Abend in Katar brach Jordan Bos von Feyenoord nach einer harten Attacke zusammen, während seine Teamkollegen zuschauten, wie das australische medizinische Team ihn auf eine Trage hob. Die Verletzung des Linksverteidigers ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit des Gruppenspiels Australien gegen Ägypten und entfachte Wut unter den Socceroos.
Der Zweikampf ging von ägyptischen Verteidiger Rami Rabia aus, der Bos mit einem harten Tackling zu Boden brachte. Bos blieb stöhnend vor Schmerzen auf dem Rasen liegen, bevor er auf einer Trage vom Platz getragen und später in den Umkleideraum gebracht wurde.
Rabia kam mit einer bloßen Ermahnung des Schiedsrichters davon. Co-Trainer Paul Okon bezeichnete den Vorfall als „ein furchtbares Tackling“ und fragte sich, warum der Schiedsrichter keine gelbe Karte zeigte.
Australiens Nationaltrainer Tony Popovic äußerte seinen Ärger von der Seitenlinie aus und richtete seine Kritik an das Schiedsrichtergespann. Auch mehrere australische Teamkollegen reichten Beschwerden beim vierten Offiziellen über die wahrgenommene Straflosigkeit ein.
Teamkollege Jackson Irvine sagte: „Ich habe nicht genau gesehen, was passiert ist, aber es ist nicht schön, ihn mit einer Kniebandage zu sehen. Wir hoffen, dass alles gut für ihn ausgeht.“
Das medizinische Team der Socceroos gab bekannt, dass es sich mit Bos’ Verein Feyenoord über die Behandlung und weitere Schritte abstimmt. Der australische Verband veröffentlichte eine Stellungnahme, die die Zusammenarbeit bestätigte.
Das Spiel endete ohne Bos und endete 1:1 nach 120 Minuten, bevor es ins Elfmeterschießen ging. Ägypten gewann das Elfmeterschießen.