Eredivisie
Klopp-Preis ist für Deutschland letzte Hürde im hochriskanten Rennen
Der Fußballverband Deutschlands setzt voll auf Jürgen Klopp, um Die Mannschaft zu führen, doch Joachim Watzke räumt ein, dass eine Einigung noch lange nicht sicher ist. Der DFB-Vizepräsident bestätigte die volle Unterstützung des Verbands, Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann zu verpflichten, betonte aber, dass die Gespräche noch in einem frühen Stadium seien.
Watzke sagte im ZDF, die Verfolgung sei alles andere als eine beschlossene Sache. „Es ist sicherlich keine ausgemachte Sache“, erklärte er. „Ich schätze die Erfolgschancen auf über fünfzig Prozent.“
Der bevorzugte Weg des DFB, intern als ‚Masterplan A‘ bezeichnet, sieht zunächst direkte Gespräche mit Klopp und seinem Berater Marc Kosicke vor, gefolgt von erwarteten Verhandlungen mit der Führung von Red Bull. Im Zentrum der Verhandlungen steht das finanzielle Paket, wobei Watzke einräumte, dass der Verband tief in die Tasche greifen müsse, um Klopps Forderungen zu erfüllen.
Der deutsche Funktionär äußerte auch die Hoffnung auf einen patriotischen Rabatt von Klopp, einem Mann, der sowohl Borussia Dortmund als auch Liverpool trainiert hat. „Wir haben natürlich auch Grenzen“, sagte Watzke. „Und ich erwarte ehrlich gesagt, dass Jürgen einen patriotischen Rabatt anbietet.“
Neben finanziellen Aspekten könnten persönliche Sponsorenverträge Klopps mit den kommerziellen Partnern des DFB kollidieren. Watzke geht jedoch davon aus, dass solche Probleme lösbar sind. Sollte Klopp das Amt annehmen, würde sich der Spielstil der Nationalmannschaft deutlich verändern, prognostizierte er. „Das Spiel wird körperlicher, intensiver und robuster. Jürgen macht Spieler besser. Außerdem will man eine Mannschaft, die es schafft, Spiele auch in der 90. Minute noch zu drehen.“