WM
Frankreichs WM-Sieg trifft auf Tunesiens Doping-Skandal
Während Frankreich einen hart erkämpften Sieg gegen Paraguay bei der Weltmeisterschaft feierte, wurde die Kampagne Tunesiens von einem Doping-Skandal überschattet, bei dem acht Spieler positiv auf Clenbuterol getestet wurden. Beide Ereignisse spielten sich in derselben Nacht ab und zeigten den krassen Kontrast des Turniers zwischen Triumphen auf dem Platz und Turbulenzen abseits des Rasens.
Kylian Mbappé, der nach dem Schlusspfiff dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill den Handschlag verweigerte, drückte seine Frustration über die Taktik des Gegners aus. Später sagte er: „Es gibt keine richtige oder falsche Art, Fußball zu spielen, jeder spielt nach seinen Fähigkeiten … Wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen, tun wir das auch.“ Damit betonte er die Bereitschaft Frankreichs, sich dem körperbetonten Spiel Paraguays anzupassen.
Tunesien erlitt drei Niederlagen und kassierte zwölf Tore – eine Bilanz, die bereits nach dem ersten Spiel zum Rauswurf des Cheftrainers führte. Auch interimsmäßig Trainer Hervé Renard verließ das Team und bemerkte: „Es war eine Ehre, die Farben Tunesiens zu tragen, und ich wünsche ihnen alles Gute.“
Mexikos Lärmkampagne der Fans soll Ecuador vor WM‑Spiel verunsichern
Laut Berichten wurden acht tunesische Spieler positiv auf Clenbuterol getestet, eine von der Welt-Anti-Doping-Agentur verbotene Substanz, die Bodybuilder häufig zur Fettverbrennung bei Muskelaufbau nutzen. Das Team vermutete, die Kontamination könnte von Fleisch stammen, das in ihrem Hotel in Mexiko serviert wurde, wo das Mittel manchmal als Wachstumshormon bei Rindern eingesetzt wird. Sportjournalist Niel Van Essche dokumentierte den Fall am 5. Juli 2026. Mexikos Mannschaft hatte nach dem Sieg gegen Ecuador Luxus-Rolex-Uhren im Wert von bis zu einer Million Dollar erhalten, finanziert vom amerikanischen YouTuber SteveWillDoIt, der zwei Millionen Dollar auf den Sieg gesetzt hatte. Der mexikanische Fußballverband forderte die Spieler auf, die Uhren zurückzugeben, aus Sorge vor Verstößen gegen Glücksspielregeln und möglicher Bestechung – das Team kam der Anweisung nach. England traf mit großer Begeisterung in Mexiko-Stadt ein, wo Fans den Mannschaftsbus mit Gesängen und Pfiffen begrüßten, als Vorbereitung auf das Spiel gegen den Gastgeber am folgenden Abend. Die örtliche Polizei patrouilliert rund um das Hotel, aus Angst vor möglichen Ausschreitungen mexikanischer Fans wie Feuerwerk und Lärm, ähnlich wie zuvor in Ecuador berichtet. Diese parallelen Entwicklungen zeigen, wie die Weltmeisterschaft sowohl sportlich mitreißende Momente als auch komplexe Herausforderungen abseits des Platzes hervorbringen kann. Mit dem Fortgang des Turniers müssen die Teams nicht nur sportliche Erfolge meistern, sondern auch mit Kontroversen umgehen, die weit über das Spiel hinausgehen.