WM
Deutschland dreht in Boston auf, Paraguay führt 0:1
In der WM-Achtelfinale in Boston lag Deutschland nach einem frühen 0:2-Rückstand mit 0:1 gegen Paraguay hinten, wobei Torhüter Manuel Neuer ohne Gegentor blieb, Stürmer Julian Enciso einen Kopfball nicht verwandeln konnte und Mittelfeldspieler Joshua Kimmich zu weit hinten stand.
Leon Goretzka wurde für den kämpfenden Nmecha eingewechselt, während Paraguays Torwart José Luis Undav weiterhin im Tor stand. Bereits in der 22. Minute dominierte Deutschland mit 84 Prozent Ballbesitz.
Arsenal-Stürmer Kai Havertz hatte weiterhin Probleme, Freiräume zu finden, und Leroy Sané verzichtete darauf, einen Flankenball zu Undav zu schlagen, sondern behielt den Ball lieber bei sich. Die verletzten Stürmer Serge Gnabry und Karim Karl fehlten, was Deutschlands Angriffsoptionen einschränkte.
Florian Wirtz versuchte nach einem Pass einen Fernschuss, konnte aber keine klare Torchance herausarbeiten. Julian Gomezs Zweikampf mit Undav weckte Besorgnis über eine mögliche Oberschenkelverletzung. Paraguays Abwehrformation blieb stabil und zwang Deutschland zu einer Reihe nutzloser Angriffe. Paraguays Flügelspieler Galarza schlug den Ball in den Strafraum, wo Enciso ihn mit einem kräftigen Kopfball nur knapp an Neuer vorbeischoss.
Die erste „Trinkpause“ wurde eingelegt, da das Spiel weiterhin eng umkämpft blieb und keine Seite spektakuläre Aktionen zustande brachte. Paraguays Eckball landete am zweiten Pfosten, wo Linksverteidiger Alonso zu einem halbherzigen Abwehrversuch gezwungen war.
Der Sieger dieser Partie wird voraussichtlich im Viertelfinale auf Frankreich treffen, wo Kylian Mbappés Team am folgenden Tag gegen Schweden antritt. Dies erhöht den Druck auf Deutschland und Paraguay, die ihren WM-Lauf verlängern wollen.