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WM

Irans WM-Hoffnungen platzen durch andere Spiele

Irans 1:1 gegen Ägypten im Seattle Stadium am Freitag ließ Team Melli einen Sieg benötigen, um das Achtelfinale zu erreichen. Doch die Ergebnisse der anderen Spiele bedeuteten das Aus, sodass das Schicksal Irans nun von den Ergebnissen anderer Mannschaften abhängt. Im Spiel verpasste Kapitän Mehdi Taremi einen Elfmeter und ein spätes Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben. Nach dem Unentschieden lag Mehdi Taremi nach dem Spiel auf dem Rasen im Seattle Stadium und blickte zum Himmel, während Alireza Jahanbakhsh ihm Trost spendete. Später sagte Taremi den Medien, es habe eine „gute Energie“ in der Kabine gegeben und die Spieler seien stolz auf ihre Leistung. Iran brauchte einen Sieg Ghanas über Kroatien, doch Ghana verlor und lieferte damit das Gegenteil. Zudem benötigten sie, dass Usbekistan gegen die Demokratische Republik Kongo nicht verlor – doch die Afrikaner drehten ein 0:1 und gewannen. Ein letzter Hoffnungsschimmer entstand, als Riyad Mahrez in der Nachspielzeit für Algerien zum 3:2 gegen Österreich traf, ein Ergebnis, das Iran gebraucht hätte. Doch Österreich glich wenige Augenblicke später aus, was Irans Aus besiegelte, als der Schiedsrichter abpfiff. Ein hochrangiger Verbandsvertreter sollte am Samstagabend nach der Trainingseinheit der Mannschaft sprechen, doch der Auftritt wurde nach der späten Wende des Kongo abgesagt. Auch die Trainingseinheit selbst fiel aus, womit die WM-Kampagne von Team Melli endete. Zuvor hatte Mehdi Taremi vor dem 0:0 gegen Belgien seine Mitspieler aufgefordert zu „laufen“ und eine furchtlose Spielweise betont. Irans Vorbereitung wurde durch ein US-Einreiseverbot, Visa-Verweigerungen für elf Mitarbeiter und Sicherheitsverzögerungen erschwert, die das Team zwangen, zunächst in der Türkei und später in Mexiko unter Bewachung zu trainieren. Vor dem Stadion sah sich die Mannschaft Protesten anderer Iraner ausgesetzt, und kurz vor dem entscheidenden Spiel erreichten sie Nachrichten über neue Bombenanschläge in ihrer Heimat. Zum Abschluss des Turniers hinterließ Iran einen Zettel an der Kabinentafel im Seattle Stadium mit der Botschaft, dass „Fußball nicht nur ein Wettbewerb um Ergebnisse ist. Er ist eine Prüfung des Charakters.“ Das Team blickt nun auf einen Wiederaufbau nach einer von geopolitischen Herausforderungen und sportlichen Enttäuschungen geprägten WM-Kampagne.

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