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WM

Deutschlands Kollaps unter Nagelsmann: Paraguay beendet WM-Träume in Boston

🇩🇪
Deutschlands Fluch bei der Weltmeisterschaft schlug erneut in Boston zu, als Paraguay die Mannschaft im Achtelfinale nach einem Elfmeterschießen ausschaltete. Zum dritten Mal in Folge schied Deutschland ohne Ruhm aus dem Turnier aus, diesmal nach einem 1:1-Unentschieden und 120 Minuten ohne Entscheidung. Die Niederlage im Elfmeterschießen folgte auf ein Spiel, in dem Deutschland den Ballbesitz dominierte, aber die nötige Schärfe vermissen ließ, um Paraguays tief stehende Abwehr zu knacken. Florian Wirtz und Leroy Sané hatten Mühe, auf den Flügeln Raum zu finden, während Kai Havertz’ Kopfball in der 58. Minute den Ausgleich erzielte, nachdem Enciso Paraguay vor der Halbzeit in Führung gebracht hatte. Julian Nagelsmanns Team drängte auf den Siegtreffer, fand aber nicht den entscheidenden Durchbruch. Paraguay kam kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit gefährlich nahe an die Verdopplung heran, als Enciso Manuel Neuer zu einem Paraden zwang. Später wurde ein 2:1 wegen Abseits nach Videobeweis annulliert – eine Entscheidung, die in Deutschland für Diskussionen über die Schiedsrichterleistung sorgte. Das Spiel driftete in die Verlängerung, doch Deutschland blieb der Siegtreffer verwehrt. Einwechselspieler Jamal Musiala kam am nächsten an das Tor heran, doch sein Schuss wurde von Paraguays Torhüter Rodrigo Gill pariert. In der Schlussphase zwang Antonio Rüdiger Gill noch zu einer Parade, doch das Unentschieden blieb bestehen. Im Elfmeterschießen verschossen gleich die ersten beiden deutschen Schützen. Havertz’ Versuch wurde von Gill gestoppt, und Nick Woltemades Schuss flog über das Tor. Paraguay verwandelte die ersten beiden Elfmeter, sodass Deutschland vor dem Aus stand. Erst ein Fehlschuss von Sanabria hielt die Tür noch einen Spalt offen, bevor Canales entscheidender Elfmeter den Sieg besiegelte. Kai Havertz gestand die Enttäuschung ein. „Es ist nicht einfach. Es ist fifty-fifty“, sagte er. „Mit allem gebotenen Respekt: Wenn man von Paraguay ausgeschaltet wird, hat man es nicht verdient, weiterzukommen. Es fühlt sich an, als wären wir ein Zweitligateam. Wir haben in den letzten Turnieren nicht schlecht gespielt, aber es fehlt immer etwas.“ Julian Nagelsmann verteidigte die Herangehensweise seines Teams, räumte aber die Defizite ein. „Unser Ballbesitz war manchmal viel zu langsam. Wir haben auf lange Bälle und opportunistisches Spiel umgeschaltet, aber am Ende muss man Paraguay besiegen. Wir hatten die Kontrolle, aber es fehlte der Killerinstinkt. Unsere beiden Stürmer waren kaum im Strafraum präsent.“ Er bezeichnete das aberkannte Tor von Rüdiger als Wendepunkt. „Es ist ein Skandal, dass das Tor nicht gegeben wurde. Ein echter Skandal. Bei manchen Spielen muss man den Sieg auf hässliche Weise erringen, und das hätten wir heute Abend tun müssen.“ Nagelsmanns Vertrag läuft bis zur Europameisterschaft 2028. „Ich bin verfügbar. Wenn der DFB mich für die EM will, mache ich das. Wenn nicht, sollten sie es mir sagen. Ich bin nicht jemand, der einfach geht.“

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