WM
Die WM-Hoffnungen der Schweiz hängen von Manzambis Fitness gegen Kolumbien ab
Der Schweizer Umkleideraum in Houston war am Dienstagabend ein Bienenstock nervöser Energie. Nur wenige Stunden vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien erreichte die Nati eine vernichtende Nachricht: Johan Manzambi würde nicht auflaufen.
Laut Angaben wurde Manzambi aufgrund einer im Training erlittenen Knieverletzung aus der Startelf genommen. Die Schwere der Verletzung ist noch unklar, doch der Zeitpunkt könnte für die Schweiz nicht schlechter sein.
Manzambi war als Turnierentdeckung in die Vereinigten Staaten gereist. In vier Spielen bisher steuerte er fünf Tore bei – drei Treffer und zwei Vorlagen – und gehörte damit zu den herausragenden Spielern der WM 2026.
Die Abwesenheit des 20-jährigen Mittelfeldspielers hinterlässt eine riesige Lücke im Schweizer Angriff. Sein direktes Dribbling und seine Kreativität waren zentral für den Erfolg der Nati in der Gruppenphase.
Die Schweiz steht nun vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien mit einer umgestellten Startelf. Das Trainerteam muss entscheiden, ob ein Ersatzspieler sofort nachrückt oder das System angepasst wird, um den Ausfall zu kompensieren.
Die Frage nach Manzambis Rückkehr bleibt offen. Eine Stellungnahme aus dem Schweizer Lager deutete an, dass er wieder spielen könnte, falls das Team das Viertelfinale erreicht, doch es gibt keine Garantien.
Kolumbien kommt indes mit eigenen Offensivgefahren nach Houston. Die Südamerikaner haben in ihren bisherigen Partien Widerstandsfähigkeit und taktische Disziplin gezeigt.
Das Achtelfinale verspricht eine taktische Schlacht zu werden. Die Schweiz muss einen Weg finden, Manzambis Kreativität zu ersetzen, ohne ihre defensive Struktur zu gefährden.
Für die Nati rückt nun die Schadensbegrenzung in den Fokus. Ein Sieg würde ihren WM-Traum am Leben halten, doch der Verlust Manzambis wirft einen langen Schatten auf ihre Ambitionen.